Rocky Mountain Marathon Willingen 06/12


Marathon –  bin ich tatsächlich noch NIE gefahren. Kaum zu glauben...
Also ab zum Bike-Festival nach Willingen. Für die kleine Runde wird’s schon reichen.
Wobei, alles unter  90 km is’ ja eigentlich eine normale bike-Tour...
Rocky Mountain BIKE Marathon Willingen 2012 - ein Schlammassel...
Und ich frag’ den Streckenchef abends zuvor noch: Soll ich die Semi-slicks lieber runternehmen und Stollenpneus aufziehen? Haha... ein Amphibienfahrzeug wäre nicht schlecht gewesen - echt schlammig war's im Willinger Forst! Bis zu 20 cm tiefe Pampe umschmeichelte die Reifen, es war extremst anstrengend, super rutschig, ich sah aus wie ein Schwein. Und dreckig war ich auch noch...
Über 50 km habe ich mich durch die Kurzdistanz des vollkommen ver-schlammten Marathons gequält, zT 100e Meter am Stück durch tiefe Matsche, über 1400 Hm dabei gesammelt und war nach 4.44 h und mit ca. 5 Kilo Schlamm mehr an Bike und Körper im Ziel. Pause insgesamt dabei: 14 Minuten. Einmal Regenjacke aus, einmal Verpflegung, einmal Pinkeln. Ich war vier Tage lang völlig KO danach! Aber: Es war geil und hat super Spaß gemacht! Die kleine Runde fing gleich mit 350 Höhen-metern bergauf an, zog sich entlang der Landesgrenze zwischen Hessen und NRW und bot dort traumhafte Fernsicht über das Sauerland. Da wa-ren tolle Trails mit tollen Abfahrten dabei. Aber es war auch hammer-mordsanstrengend, da der Boden vom Regen teilweise sehr tief war.
An der Verpflegungsstation am Diemelsee hatte man schon 2 Kilo mehr Gewicht am bike: Schlamm! Gerade frisch erholt kurbelte man sich von dort sofort wieder über 300 Hm am Stück in die Beine – und so langsam reifte die Erkenntnis in mir, dass  ich wohl doch eher die kurze Runde bevorzugen werde, weil - noch mal  40 km mehr bei diesem schweren Boden – nein, danke. Zu wenig Kondition...
Berghoch hatte ich natürlich keine Chance geben die vielen CC-Flöhe. Die standen jedoch bergab vor z.T. unlösbaren Aufgaben und schoben ihre bikes, während ich fröhlich pfeifend an ihnen vorbeischlidderte. Trotzdem – gegen die „rasierte-Beine-Fraktion“ haste als 100-Kilo-Mann keine Schnitte und so wurde ich immerhin noch 105ter von 127 in meiner „Alte-Säcke-Klasse“.

Fahrzit                                                                                                
Schön: Das ganze Event war fast perfekt organisiert. Pasta-Party, Verpflegung während und nach dem Marathon, Beschil-derung – alles bestens! Einzig mehr Waschstationen hätte es nach dem Race gebraucht.
Schlecht: Im Wald lagen leider 100e von Energieriegel- und Gel-verpackungen – offensichtlich interessiert es die Wenigsten, ob sie die Trails zumüllen. Ein echtes Unding!! Ich war fassungslos, so viel Müll habe ich noch nie im Wald gesehen!! Die hätten ei-gentlich alle disqualifiziert werden müssen...


Hier sind ein paar kleine Bilder: www.sportograf.com
Bildquelle oben und unten : bike
Sauberes bike, geputzte Zähne, Fingernägel OK!
Ähm, also das war ja so, Mama...